Rund um Hameln

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Archive for September 3rd, 2011

Hameln wächst und macht sich hübsch

September 03, 2011 By: Ferien in Hameln Category: Hameln

Die Geschichte der Stadt Hameln II

Die Befestigung des Klütberges machte ihrem Namen „Gibraltar des Nordens“ nicht allzu lange alle Ehre, denn bereits im Jahr 1808 befahl Napoleon I. die Festung zu schleifen und somit sind heute nur noch einige Bruchstücke des ehemals imposanten Bauwerks zu bewundern. Allerdings hatte die Schleifung der Festung auch seine guten Seiten: Sie ermöglichte die Ausweitung der Stadt.

Die immer größer werdende Stadt wurde 1872 an das Eisenbahnnetz angeschlossen und neben der traditionellen Mühlenindustrie siedelten sich weitere Fabriken im Umkreis der bis dato selbständigen Stadt an. Dieser Status änderte sich mit der Gebietsreform im Jahr 1973, die Hameln als Teil des Landkreises Hameln-Pyrmont angab. Von diesem Zeitpunkt an wurden 12 Umlandgemeinden der Stadt zugeordnet.

Doch nicht nur auf dem Papier entwickelte Hameln sich weiter – bis zum Jahre 1992 wurde die Altstadt umfassend saniert und im Anschluss daran folgte der Bau des Veranstaltungsortes Weserbergland-Zentrum. Seit dem Jahr 1999 wird auch die Insel in der Weser, das Werder, stärker genutzt, da es durch eine Fußgängerbrücke mit der Innenstadt verbunden und ansprechend umgestaltet wurde.

Für Touristen ist seit 2000 das neu eröffnete Tourismus-Infocenter der erste Anlaufpunkt in der Stadt, unweit vom zwischen 2004 und 2006 vollsanierten Bahnhof entfernt. So ‚aufgehübscht‘ konnte Hameln im Jahr 2009 seine Gäste zum 725-jährigen Jubiläum der Rattenfängersage begrüßen und durfte im Jubiläumsjahr auch den Tag der Niedersachsen ausrichten.

Von Klostern, Kaufleuten und dem Klütberg

September 03, 2011 By: Ferien in Hameln Category: Hameln

Von Klostern, Kaufleuten und dem Klütberg

Hameln ist vor allem für seine Rattenfängersage bekannt, aber damit beginnt weder die Geschichte der Stadt noch endet sie mit dem Rattenfänger. Archäologische Funde zeigen, dass die ersten dörflichen Strukturen bereits im 8. Jahrhundert vorhanden gewesen sind.

Ein gutes Jahrhundert später wurde an der Weser das Benediktinerkloster Hameln von der Reichsabtei Fulda gebaut. Um das Kloster herum entstand in der Folge eine Marktsiedlung, die sich im Jahr 1200 nach Christus mit dem in ein Kollegiatstift umgewandelten Kloster und dem alten Dort zu einer Stadt zusammen schloss. Hameln war geboren und erlebte mit dem Auszug der Kinder im Jahr 1284 das bedeutendste Erlebnis in seiner Geschichte.

Die Rattenfängersage überstrahlt viele andere Ereignisse und Entwicklungen, die aber auch das Bild der Stadt geprägt haben und erwähnenswert sind. Wenige wissen zum Beispiel, dass Hameln zwischen 1426 und 1572 zum Hanse-Städtebund gehört hat. Im Anschluss folgte die Weserrenaissance-Zeit der reichen Kaufleute und des Landadels in Hameln, deren Ziel es war, sich mit immer größeren und prächtigeren Gebäuden zu überbieten.

Ein weiteres imposantes Bauwerk entstand ab 1664 mit der Befestigung des Klütberges. Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts wurde daraus die stärkste Festung des Fürstentums Hannover, was ihr den Namen „Gibraltar des Nordens“ einbrachte.

Was aus dieser Festung geworden ist, erfahren Sie im zweiten Teil der Geschichte Hamelns.